1. Das gelb-orange-rote Blättermeer sorgt auf Gut Heckenhof für postkartenmotivwürdige Panoramen - es hat jedoch auch eine Kehrseite: Das herabgefallene Laub beeinträchtigt mitunter das Spiel und macht die Suche nach dem Golfball schwierig.
Die gute Nachricht: Speziell für diesen Fall wurde eine Sonder-Platzregel erstellt, die ein straffreies Droppen eines neuen Balls vor der Laubansammlung, in der dieser verschwunden ist, ausdrücklich erlaubt - auch im Sinne der Spielgeschwindigkeit. Die Platzregel ist bis zum 31.10.22 gültig.
2. Wer es allerdings ganz genau nimmt, vor allem in handicaprelevanten Turnieren, muss dagegen das offizielle Regelwerk bemühen.
Darin wird Laub als loser hinderlicher Naturstoff definiert und darf damit in der unmittelbaren Umgebung des Balls entfernt werden - solange sich dieser dabei nicht bewegt.
Wird ein Ball in einem Laubhaufen nicht gefunden, kann nach Punkt 4 unserer Platzregeln der Ball in einem großen Bereich zwischen dem Punkt, an dem er geschätzt verloren ging und dem Rand des Fairways gedroppt werden. Bei diesem Erleichterungsverfahren zieht sich ein Spieler zwei Strafschläge zu.
3. Golf hat als Sportart im Freien eine enge Beziehung zur Natur, und dazu gehören die Auseinandersetzung mit Wind und Wetter und manchmal auch die Überbleibsel von Platzpflegemaßnahmen, wie z.B. Grasschnitt im Rough. Auch wenn es manchmal seelisch weh tut – als Golfer muss man das akzeptieren.
Bereits die Golfregel Nr. 1 schreibt dem Spieler einen zentralen Grundsatz des Spiels vor:
Play the ball as it lies. Play the course as you find it.
Meinhard Themel



