Golfregeln 2019- Ersetzen des Balls bei Erleichterung immer erlaubt

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Ein Spieler durfte den Ball nur ersetzen, wenn er Erleichterung nach bestimmten Regeln in Anspruch nahm:

  •          Ersetzen des Balls war erlaubt, wenn der Spieler Erleichterung mit Strafschlag in Anspruch nahm, wie bei dem Ball im Wasserhindernis, Ball verloren oder im Aus (Regeln 26-1, 27-1, 28).

  • Ersetzen des Balls war nicht erlaubt, wenn der Spieler straflose Erleichterung in Anspruch nahm, wie bei unbeweglichen Hemmnissen oder ungewöhnlich beschaffenem Boden (Regeln 24-2 und 25-1); d.h. der Spieler musste denselben Ball weiterspielen (es sei denn, er war nicht sofort wiederzuerlangen).

Neu 2019

Nach Regel 14.3 darf ein Spieler seinen Ball immer dann austauschen, wenn er Erleichterung in Anspruch nimmt, einschließlich:

  •           Wenn er Erleichterung mit Strafschlag und wenn er straflose Erleichterung in Anspruch nimmt (Regeln 15 – 19), und

  •  in jeder anderen Situation, in der der Spieler einen Ball droppen muss, zum Beispiel wenn er erneut von der Stelle des letzten Schlags spielt, nachdem ein Schlag annulliert worden ist.

Warum?

In einigen Erleichterungssituationen den Originalball spielen zu müssen, während es in anderen erlaubt war, einen neuen Ball einzusetzen, war verwirrend und nicht leicht, sich daran zu erinnern. Es konnte zu unnötigen Strafen führen. Ein einheitliches Vorgehen, das dem Spieler in jeder Situation, in der er eine Erleichterung in Anspruch nimmt, auch das Austauschen des Balls ermöglicht, ist einfacher in der Anwendung.

Es gibt keine Notwendigkeit für unterschiedliche Verfahren bei Erleichterung mit oder ohne Strafe.

  •           Die Strafe bezieht sich auf den bisher gespielten Ball (verloren, im Aus, in einer Penalty Area oder unspielbar), nicht darauf, mit welchem Ball das Spiel fortgesetzt wird.

  • Liegt ein Ball zum Beispiel leicht erreichbar für den Spieler, gibt es keinen Grund für die Verpflichtung, den Originalball für die Erleichterung von einem Tierloch zu nutzen, wenn ein Ersetzen des Balls bei Erleichterung für unspielbaren Ball erlaubt wird.

Durch diese Änderung muss bei strafloser Erleichterung nicht mehr entschieden werden, ob der Original Ball „nicht sofort wiederzuerlangen ist“, was in verschiedenen Situationen in Frage gestellt werden konnte, etwa in zeitweiligem Wasser oder unter Dornenbüschen.

Die neue Regelung zum erlaubten Austauschen des Balls lässt sich klarer abgrenzen und von Spielern intuitiv anwenden:

  •          Das Ersetzen ist immer dann erlaubt, wenn ein Spieler Erleichterung nach irgendeiner Regel in Anspruch nimmt – d.h. wenn ein Spieler den nächsten Schlag von einer anderen Stelle aus weiterspielen darf oder muss, als von der, an der der Originalball zur Ruhe gekommen war.

  • Das Ersetzen ist nicht erlaubt, wenn der Ball aufgehoben oder bewegt worden ist und nach einer Regel an die Stelle, an der er gelegen hatte, zurückgelegt werden muss (es sei denn, er kann nicht innerhalb weniger Sekunden wiedererlangt werden).