Golfregeln 2019 „Penalty Areas“ ersetzen „Wasserhindernisse“

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Regel 26-1 hatte Erleichterung mit Strafschlag erlaubt, wenn ein Ball im „Wasserhindernis“ (gelb markiert) oder „seitlichen Wasserhindernis“ (rot markiert) lag.
Diese Hindernisse waren beschränkt auf Gebiete, die Wasser enthalten oder zumindest enthalten könnten. Gebiete, die nicht wenigstens vorübergehend Wasser enthielten, durften nicht als Wasserhindernis markiert werden, selbst wenn sie im Spiel eine ähnliche Behinderung darstellten.
Bei der Kennzeichnung waren Wasserhindernisse die Norm. Seitliche Wasserhindernisse sollten nur dann markiert werden, wenn es undurchführbar war, einen Ball nach Regel 26-1b dahinter zu droppen.

Neu 2019

In den neuen Regeln werden die früheren „Wasserhindernisse“ zu „Penalty Areas“. Regel 17 enthält im Wesentlichen dieselben Erleichterungsmöglichkeiten, wie sie unter den früheren Regeln erlaubt waren:
Eine Penalty Area enthält sowohl alle früheren „Wasserhindernisse“ und „seitlichen Wasserhindernisse“ als auch jedes andere von der Spielleitung als Penalty Area bezeichnete Gebiet.
Auch andere Geländearten dürfen als „Penalty Areas“ markiert werden, wie zum Beispiel unwegsame Brachflächen, dichtes Gebüsch, Wald etc. Die beiden verschiedenen Arten von Penalty Areas lassen sich durch ihre Farbe unterscheiden: rote Penalty Areas (früher „seitliche Wasserhindernisse“) und gelbe Penalty Areas (früher „Wasserhindernisse“). Die Spielleitung darf nach Ermessen alle Penalty Areas rot markieren, sodass die seitliche Erleichterung immer erlaubt ist.
Der Begriff „Hindernis“ ist nicht mehr Bestandteil der Regeln.

Warum?

Die Möglichkeit, Erleichterung auf der rückwärtigen Verlängerung der Linie hinter dem Wasserhindernis in Anspruch zu nehmen (früher Regel 26-1b) oder innerhalb von zwei Schlägerlängen von der Stelle, an der der Ball die Grenze des Wasserhindernisses überquert hat, ist bedeutend für die Spielgeschwindigkeit. Meistens kann der Spieler bei dieser Erleichterung von einer Stelle in der Nähe des Hindernisses spielen, anstatt zur Stelle des letzten Schlags zurückgehen zu müssen.
Die Einschränkung solcher Erleichterungsmöglichkeiten auf Gebiete, die Wasser enthalten, erscheint inzwischen unbegründet.
Durch Ausweitung der Markierung als „Penalty Areas“ erhalten Spielleitungen die Möglichkeit, Spielern auch für andere Bereiche entsprechende Erleichterungen zu ermöglichen, zum Beispiel wenn die Ballsuche und die Fortsetzung des Spiels aus diesen Bereichen ebenso schwierig oder unmöglich wäre wie aus einem Wasserhindernis.

Meinhard Themel
-Clubspielleiter-