Senioren-Mannschaftsreise 2016 ins Höhen-Trainingslager

Um den Ersten Platz, in der Liga, der Ü65 zu belegen und den auch zu halten, muss man, analog zur Fußball Nationalmannschaft, halt ins Trainingslager. Dies bedeutete, drei Plätze in drei Tagen. Dieses Jahr führte es die Ü100 in den schönen Odenwald, nach Amorbach. Der Name war schon Programm. Amor, Gott der Liebenden, war drei Tage an unserer Seite. Will sagen, Harmonie, Harmonie und nochmals, Harmonie.

Ins Trainingslager bestellt, hatte uns, unser Mannschaftskapitän, Uli Schup. Er hatte, in weiser Voraussicht, die Planung unserem Senioren Capitano Detlef Weppler, überlassen. Wäre irgend einer, der 14 wackeren Ligaspieler, unzufrieden, so hätte Detlef die A....karte und Uli wäre fein raus gewesen. Läuft ja bei unseren Jungs in Frankreich ähnlich. Hat Uli dem Jogi wohl abgeschaut.Alles war akribisch, von Detlef W. geplant und ausgearbeitet. So auch die Anfahrt zum ersten Platz Gut Sansenhof. Leider fehlte, wie sich später herausstellte, nur ein Messtischblatt mit kilometrierter Strecke. Wenn dann, der Teufel ist ein grün-kariertes Eichhörnchen, die Abfahrt Hanau gesperrt ist, ja dann ist guter Rat eben teuer. Dieser Ausarbeitungsfehler hatte zur Folge, jene die sich stur auf's Navi verließen und die Ausarbeitung erst überhaupt nicht gelesen hatten, waren fein raus und pünktlich da. Andere hatten etwas Stress.

Trotzdem wurde der erste Platz, von fast allen Teilnehmern, auseinander genommen. Nur einer haderte mit der und der Wiese des zweiten Tages. Dafür konnte Willi S. Unternehmer im wohlverdienten Un- Ruhestand, dann, als es drauf an kam, das beste Golf seines Lebens, abrufen.Der zweite Platz war extra ins Trainingsprogramm eingebaut worden, Golfclub Odenwald. Schräglagen, steile Anstiege und blinde Löcher sind Heckenhofern halt total unbekannt. So etwas hat zwar mit Golf nix zu tun, will aber auch beherrscht werden. Ein weiterer Schwierigkeitsgrad war, das Wetter. Nachts schüttete es aus Eimern und Tags brannte die Sonne unbarmherzig und unerbittlich auf die Seniorenmannschaftsreisenden hernieder. Wohl dem, der nicht schieben und ziehen musste.

Jeden Abend, nach hervorragendem Essen im Burghotel, saßen die Mannen um Uli Schup, bis spät in die Nacht und erzählten sich gegenseitig, die gespielten Löcher und was gewesen wäre, wenn nicht das und das Unglück passiert wäre. Hätte, hätte Fahrradkette.

Selbstverständlich wurden am zweiten Tag die Besten der Besten, bei der launigen Siegerehrung, von Uli Schup, mit riesigen Preisen, bedacht. Auch der Sonderpreis, Greatest Looser, gestiftet von Axel Schultes, wurde vergeben. Axel war, für diesen Sonderpreis, extra nach Salzburg gereist und hatte dort, Unmengen an Mozartkugeln, eingekauft. Tolle Idee.Dann wurden die Ligaspieler in zwei Mannschaften aufgeteilt. Am letzten Tag hieß es Ryders Cup. Mannschaftskapitäne waren die Besten Spieler. In der Roten Gruppe Klaus Kerper und in der Blauen Arnold Weymann. Sie stimmten am Abend vorher ihre Spieler auf den nächsten Tag, taktisch ein.

Erster Flight, war ein Zweier, Mann gegen Mann. Schauplatz dieses erbitterten Ringes um den Sieg war der Golf Sport Park Groß-Zimmern. Die Roten schickten den Kampfgolfer Detlef W. und die Blaue Gruppe den filigranen Klaus R. ins Rennen. Die Paarung wird in die Geschichte des Golfs als Kraft gegen Eleganz eingehen. Kraft hatte, am Ende die besseren Nerven und gewann klar. Den Rest der Paarungen auf zu zählen, lohnt nicht. Dies lief unter "Not gegen Elend". Nur der Anfangs erwähnte, Willi S. spielte die Runde seines Lebens. Dagegen war selbst Arnold - die Bank - Weymann, total machtlos. Willi traf mal alles. Lochte 30 Meter Putts sicher, knallte seine Treibschläge auf weit über 160 Meter raus und spielte, wie im Rausch.

Am Ende, des unerbittlichen Kampfes, hatten die Roten die Nase leicht vorn und feierten ihren Sieg bis in die Abendstunden.

Eines ist jetzt aber schon ganz klar. Das nächste Ligaspiel werden wir, auch wenn der Platz uns nicht entgegen kommt, klar gewinnen. Bergauf, Schräglagen und blinde Löcher können jetzt alle ganz prima. Somit kommt uns Oberberg gerade recht.

Klaus(i)