Die Schlacht im Auenland

Von den Bergen soll es widerhallen:
"Voran Ihr Welfen von Eitorf, im Auenland wird die vorletzte Schlacht Zeugnis von eurem Wagemut geben" - Eurer Unterstützung bin ich mir gewiss. (Auszug der Depesche von Prinz Lars an seine Getreuen)

So also waren sie herunter gestiegen aus dem Bergischen. Herunter ins Auenland. Um die vorletzte Schlacht zu Schlagen. Hier sollten sie die "Dunkle Seite der Macht" kennen lernen. Der Ort der denkwürdigen Begegnung, mit dem hinterhältigem Feind, war der Velderhof. Mitgenommen hatte der Edle Lars sein letztes Aufgebot. Wolle vom Dach fehlte krankheitsbedingt, genau so wie derer von Runnebaum. Der eine hat jetzt keinen Blinddarm mehr, der andere hat Rücken.

Lars, der Edle, hatte seinen Leuten eingebläut, sie, die Wackeren Heckenhofer, mögen doch mit dem Degen und nicht mit der dicken Bertha, ins Gefecht ziehen. Beherzigt hatte das selbstredend jeder, auch Ralf W. ohne Namen.

Trotzdem verließen ihn nach drei Löchern die Kräfte. Seine Bälle landeten entweder im Jenseits oder vorzugsweise Out of Bounds. Er war der Streicher im Auenland.

Bester Heckenhofer war, einmal mehr, Hemmi der Weitschläger. Er gab seine Scorekarte mit einer 80 drauf, ab. Auch die anderen ritterlichen Kämpfer spielten eine tolle Runde. Gereicht, um der Abstiegszone zu entfliehen, hatte es trotzdem nicht. Denn im Golf und in der Liebe, wird nicht fair gekämpft. Hier ist alles erlaubt was nicht irgendwie im Regelwerk explizit verboten ist. Dies musste, hernach, auch Prinz Lars, einsehen. Die Gegner hatten jeden Plus Handicaper, der im Auenland "herum-golfte" rekrutiert.

Somit spielten Jungsenioren, die vorher noch nie in dieser Gruppe gespielt hatten. Mich hat nur gewundert, warum nicht auch Siem und Kaymer, hier aufteeten. Vermutlich mussten diese, gerade an diesem Wochenende, irgendwo auf der Welt eine Open spielen. Fair ist anders. Aber eben leider auch erlaubt.

Somit müssen Lars und seine Getreuen nur noch 13 Schläge gut machen, um dem Abstieg zu entkommen. Das erscheint zunächst einmal unmöglich. Oder wie mir Arne und seine Edle Sa Brina mitteilte. „Unmöglich is nix“.

Na, ja und dieser letzte Kampf findet in Bad Münstereifel statt. Die haben nicht nur das erste Outletdorf, sondern auch einen eigenartigen Golfplatz. Der Architekt dieses Platzes war vermutlich die Ardennenoffensive. Denn anders ist dieser Acker nicht zu erklären.

Drücken wir Prinz Lars und seinen wackeren Welfen die Daumen, denn Unmögliches erledigen die Heckenhofer ja meist sofort.

Werde gleich Prinz Lars meinen noch geheimen Plan unterbreiten wie das Unmögliche zu schaffen ist. Die Mannschaftsaufstellung für Münstereifel sieht wie folgt aus: Bernhard Langer, C. Montgomery, Barry Lane, Miguel Jiménez und Prinz Lars. Denn ein Heckenhofer sollte schon mit am Start sein. Wie sieht das denn sonst aus.

Klaus(i)

Klaus Jendrissek